Satzung

Auszug aus der Satzung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik e.V.

§ 1 Name, Sitz

1. Der Verein führt den Namen "Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik e.V.". Er ist ein Verein des bürgerlichen Rechts.

2. Der Sitz des Vereins ist Frankfurt (Main).

3. Der Verein ist in das Vereinsregister einzutragen.

§ 2 Zweck, Gemeinnützigkeit

1. Der Verein soll eine Förder- und Sammelstelle für Wirtschafts- und Sozialkybernetik sein.

2. Dem Verein obliegt es, sich im Interesse der Rationalisierung für die Verbreitung des Gedankenguts und der Methoden der Kybernetik in Wirtschaft und Gesellschaft einzusetzen. Seine Bemühungen sollen sich insbesondere konzentrieren auf die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften in Wirtschaft und Verwaltung auf dem Gebiete der allgemeinen Grundlagen und der angewandten Kybernetik sowie auf die Förderung von Untersuchungen, die sich mit der Anwendung der Kybernetik im ökonomischen und gesellschaftlichen Bereich befassen.

3. Der Verein soll die Erfüllung seiner Aufgaben insbesondere durch folgende Maßnahmen erstreben:

a) durch einen engen Informations- und Erfahrungsaustausch mit der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik und ihren Trägerorganisationen sowie mit anderen Institutionen und Vereinen, Praktikern und Wissenschaftlern auf dem Gebiete der Kybernetik,

b) durch Veranstaltungen, Seminare, Kurse, die die Erkenntnisse und Erfahrungen in der Wirtschafts- und Sozialkybernetik verbreiten sollen,

c) durch Sammlung und Verbreitung von Untersuchungsergebnissen.

4. Im übrigen ist der Verein berechtigt, in jeder ihm geeignet erscheinenden Form alle Maßnahmen zu ergreifen, die zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgabe erforderlich sind.

5. Die Geschäfte des Vereins sind nicht auf Gewinnerzielung oder Erfüllung politischer Zwecke gerichtet, sondern ausschließlich und unmittelbar gemeinnütziger Art. Sollten Gewinne erzielt werden, dürfen diese nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile erhalten. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche oder juristische Person oder Personenvereinigung werden, die bereit und fähig ist, sich für die Ziele des Vereins einzusetzen.

2. Die Mitgliedschaft wird mit der Aufnahme in den Verein erworben. Zu diesem Zweck ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag an den Verein zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Er kann Aufnahmegesuche ohne Angabe von Gründen ablehnen.

3. Die Mitgliedschaft endet:

a) selbsttätig in dem Geschäftsjahr, in welchem der Verein seine Tätigkeit einstellt,

b) auf schriftlichen Antrag eines Mitgliedes zum Schluß eines Geschäftsjahres, wenn der Antrag 6 Monate vorher gestellt war,

c) durch förmliche Ausschließung, die nur durch Beschluß der Mitgliederversammlung bei Vorliegen eines wichtigen Grundes erfolgen kann.

4. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle aus der Zugehörigkeit zum Verein sich ergebenden Rechte und Pflichten. Ansprüche an das Vermögen des Vereins stehen den ausgeschiedenen oder ausgeschlossenen Mitgliedern nicht zu.

5. Der Mitgliedsbeitrag wird durch die Mitgliederversammlung beschlossen.*

* Gemäß Beschluß der Mitgliederversammlung vom 27.09.2002 in Stuttgart beträgt der jährliche Mitgliedsbeitrag: € 300,- für juristische Personen und Personenvereinigungen (Firmenmitgliedschaft), € 30,- für natürliche Personen (persönliche Mitgliedschaft), € 15,- für Studenten und Jungmitglieder (bis drei Jahre nach Examensabschluß).

§ 4 Organe

Die Organe des Vereins sind:

1. Der Vorstand

2. Das Kuratorium

3. Die Mitgliederversammlung

§ 5 Vorstand

1. Der Vorstand bestimmt die Maßnahmen, deren Durchführung zur Erfüllung der dem Verein gestellten Aufgaben erforderlich ist.

2. Der Vorstand besteht aus mindestens drei von der Mitgliederversammlung zu wählenden Mitgliedern.

3. Nach jeweils fünfjähriger Amtszeit hat eine Neuwahl stattzufinden. Wiederwahl ist zulässig. Die Mitglieder des Vorstandes bleiben bis zur Neuwahl durch die nächste Mitgliederversammlung im Amt.

4. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und einen Stellvertreter.

5. Der Vorsitzende leitet den Verein, das Kuratorium und die Mitglieder-versammlung.

6. Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der Vorsitzende und sein Stellvertreter, von denen jeder allein vertretungsberechtigt ist.

§ 6 Geschäftsführung, Fachbeiräte

1. Der Geschäftsführer führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Weisung des Vorstandes, ist für die Rechnungsführung verantwortlich, erstellt den Haushaltsetat, die Jahresrechnung und den Geschäftsbericht, bildet die Fachbeiräte und bereitet die Sitzungen des Vorstandes, des Kuratoriums und der Mitgliederversammlung vor.

2. Zur fachlichen Betreuung und Begutachtung des Vereins können Fachbeiräte gebildet werden.

§ 7 Kuratorium

1. Zur Förderung des Vereinszwecks bestellt der Vorstand ein Kuratorium, das auch über die
gemäß § 2 durchzuführenden Schwerpunktaufgaben beschließt. In das Kuratorium können Vertreter aus der deutschen Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und den Gewerkschaften berufen werden.

2. Die Kuratoriumsmitglieder haben das Recht, an den Sitzungen des Vorstandes, der Mitgliederversammlung und der Fachbeiräte teilzunehmen.

§ 8 Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist je nach Bedarf - mindestens jedoch zweijährlich - vom Vorsitzenden des Vorstandes einzuberufen. Sämtliche Mitglieder sind mindestens zwei Wochen vor einer Mitgliederversammlung schriftlich unter Beifügung der Tagesordnung einzuladen. Über Anträge, die nicht auf der Tagesordnung stehen, kann nur verhandelt werden, wenn die Versammlung sich mit Zweidrittelmehrheit der Anwesenden dafür ausspricht. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlußfähig.

2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind nach Ermessen des Vorstandes und auf Antrag von mindestens einem Drittel der Mitglieder einzuberufen.

3. Der Beschlußfassung durch die Mitgliederversammlung unterliegen im besonderen folgende Angelegenheiten:

a) Satzungsänderungen

b) Wahl des Vorstandes, Genehmigung der Zweijahresabrechnung sowie Entlastung des Vorstandes

c) Genehmigung des Haushaltsetats für den neuen Geschäftsabschnitt

d) Bestellung des Abschlußprüfers

e) Auflösung des Vereins.

4. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden - soweit in der Satzung nicht anders bestimmt ist - mit einfacher Stimmenmehrheit der erschienenen Mitglieder gefaßt.

5. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Vorsitzenden zu unterschreiben und von einem Vorstandsmitglied gegenzuzeichnen ist.

6. Die Mitgliederversammlung kann, ohne zusammenzutreten, auch auf schriftlichem Wege beschließen. Hierbei ist jedem Mitglied der zu fassende Beschluß durch eingeschriebenen Brief zuzustellen. Der Beschluß gilt als gefaßt, wenn innerhalb von vierzehn Tagen kein Mitglied der schriftlichen Abstimmung widerspricht und die jeweils erforderliche Mehrheit aller Mitglieder durch schriftliche Erklärung an den Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft zustimmt.

§ 9 Erfüllungsort, Gerichtsstand

Erfüllungsort und Gerichtsstand für die Ansprüche des Vereins gegen die Mitglieder sowie der Mitglieder gegen den Verein ist der Sitz des Vereins.

§ 10 Geschäftsjahr, Rechnungslegung

1. Das Rechnungsjahr des Vereins ist identisch mit dem Kalenderjahr.

2. Der von der Mitgliederversammlung gewählte Abschlußprüfer prüft die vorgelegten Abrechnungen und erstattet der Mitgliederversammlung Bericht.

§ 11 Satzungsänderung

Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder der Gesellschaft. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mehr als ein Drittel der Mitglieder des Vereins vertreten ist.

§ 12 Vereinsauflösung

1. Für die Vereinsauflösung wird wie bei Satzungsänderung gemäß § 11 vorgegangen.

2. Im Falle der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines Vereinszwecks fällt das Vermögen an das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) e.V., Frankfurt (Main), die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke (Förderung der Wissenschaft) zu verwenden hat.

§ 13 Inkrafttreten

Der Vorstand ist ermächtigt, etwaige auf Verlagen des Registergerichtes erforderlichen formellen oder redaktionellen Satzungsänderungen von sich aus vorzunehmen.

Beschlossen und verkündet am 10. Juli 1968 in Düsseldorf.

Zuletzt geändert gemäß Beschluß der Mitgliederversammlung am 19.11.1983 in Marburg.